HIV-positiv und im Gesundheitswesen tätig - wie umgehen mit Fragen Arbeitgebender (2022)

Ein Interview mit Rechtsanwalt Jacob Hösl

Menschen mit HIV, die im Gesundheitswesen tätig sind, können mit der Offenlegung ihres HIV-Status konfrontiert werden: Sei es, dass HIV-Tests im Bewerbungsverfahren oder bei betriebsärztlichen Untersuchungen „angeboten“ werden, dass sie Gesundheitszeugnisse vorlegen müssen, die die „Freiheit von ansteckenden Erkrankungen“ attestieren oder Zusatzvereinbarungen zum Arbeitsvertrag unterschreiben sollen, die sie verpflichten, Infektionserkrankungen ihren Vorgesetzten und den Arbeitgeber_innen mitzuteilen. Im Folgenden werden einige Fragen aus der aktuellen Beratungspraxis dargestellt und durch Rechtsanwalt Jacob Hösl beantwortet und juristisch bewertet.

Lieber Jacob, HIV-Tests in Einstellungsuntersuchungen oder die Frage nach der HIV-Infektion an Pflegekräfte und oder Ärzt_innen - was ist juristisch überhaupt zulässig?

Vorausschicken möchte ich, dass in der Bundesrepublik ca. 7000 Personen mit einer HIV-Infektion im Gesundheitswesen in unterschiedlichsten Bereichen arbeiten. Welchen Umfang Einstellungsuntersuchungen haben und ob insbesondere ein HIV-Test gefordert oder nach einem HIV-Status gefragt werden darf, hängt nicht von der Berufsbezeichnung ab, sondern von der konkret von der Person ausgeübten oder auszuübenden Tätigkeit in dem jeweiligen Bereich.

Fragen nach dem Gesundheitszustand oder einer Infektionskrankheit oder entsprechende Testverfahren dürfen bei einer Einstellungsuntersuchung nur insoweit eine Rolle spielen, als dies für die konkret ausgeübte oder auszuübende Tätigkeit relevant ist. Dies ist nur bei Tätigkeiten der Fall, die mit Risiken für Dritte verbunden sein können. Diese Tätigkeiten nennt man „verletzungsträchtige Tätigkeiten“. In der Empfehlung der Deutschen Vereinigung zur Bekämpfung von Viruserkrankungen und der Gesellschaft für Virologie zum Einsatz HIV-positiver Mitarbeitender im Gesundheitswesen werden diese genauer beschrieben: Einschränkungen gibt es nur bei bestimmten chirurgischen Tätigkeiten, wie z.B. dem Operieren im beengten Operationsfeld mit schlechter Sichtkontrolle. Für diese Situation wird empfohlen, dass die Viruslast unter der Nachweisgrenze sein und mit doppelten Handschuhen gearbeitet werden soll. Für die Bewerber_innen heißt das: liegt die Tätigkeit in einem Bereich mit Risiken, zum Beispiel der Unfallchirurgie, ist die Frage nach einem HIV-Status oder die Durchführung eines HIV-Tests im Rahmen der Einstellungsuntersuchung zulässig. Ist das nicht der Fall, darf eine solche Frage nicht gestellt und eine entsprechende Untersuchung nicht durchgeführt werden.

Die Probleme ergeben sich allerdings aus der Praxis, da zahlreiche Arbeitgeber_innen im Gesundheitsbereich generell nach einer HIV-Infektion fragen oder einen HIV-Test wünschen. Mit anderen Worten: den HIV-Status wissen wollen.

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Wie sollen sich Menschen verhalten, wenn sie mit Fragen konfrontiert werden? Dürfen sie „Nein“ bei der Frage nach einer bestehenden HIV-Infektion ankreuzen? Mit welchen Konsequenzen müssen sie rechnen, wenn die HIV-Infektion später bekannt wird?

Wie gesagt, es kommt auf die Tätigkeit an, um die es geht. Hier müssen sich die Betreffenden je nachdem, was für Arbeiten sie ausführen, erkundigen und gegebenenfalls mit ihren HIV-Schwerpunktärzt_innen beraten. In allen Fällen, in denen keine risikoträchtigen Tätigkeiten ausgeführt werden, und das sind bei weitem die meisten, steht den Mitarbeitenden das von den Arbeitsgerichten entwickelte „Recht zur Lüge“ zu. Ganz generell beinhaltet dieses Recht zur Lüge die Möglichkeit, Fragen wahrheitswidrig zu beantworten, die die Arbeitgebenden nicht stellen dürfen, weil diese für die Stelle nicht relevant sind. Dabei spielt es keine Rolle, ob dies mündlich oder schriftlich erfolgt. Wenn die Arbeitnehmer_innen in einem solchen Fall rechtmäßig „gelogen“ haben, können hieraus keine Konsequenzen erwachsen. Sollte dies doch der Fall sein, kann man sich erfolgreich bei einem Arbeitsgericht dagegen wehren.

Für die Ausbildung im Pflegebereich werden Bewerber_innen häufiger aufgefordert, ein Gesundheitszeugnis vorzulegen. Damit müssen Hausärzt_innen bestätigen, dass die Personen „frei von ansteckenden Erkrankungen und Suchterkrankungen“ sind und „physisch und psychisch in der Lage ist, im Pflegebereich zu arbeiten“. Dürfen Arbeitgeber_innen ein solches, doch sehr allgemeines Gesundheitszeugnis verlangen? Was darf erfragt werden?

Der Ausbildung zur Pflegekraft hat zum Ziel, die „Erlaubnis zum Führen der Berufsbezeichnung Krankenschwester, Krankenpfleger etc.“ zu erlangen. Neben dem erfolgreichen Abschluss der Ausbildung gibt es auch persönliche Voraussetzungen, die die Betreffenden erfüllen müssen. Hierzu zählt nach den gesetzlichen Vorschriften, dass die Auszubildenden psychisch und physisch der Ausbildung und späteren Berufsausübung gewachsen sind und insbesondere nicht an einer „Suchterkrankung“ leiden. Hintergrund ist, dass Menschen, die im Gesundheitswesen arbeiten, im Rahmen ihrer Tätigkeit mit Medikamenten und unter Umständen suchterzeugenden Stoffen, wie Opiaten etc., in Berührung kommen.

Ähnlich verhält es sich bei psychischen Erkrankungen. Mitarbeitende im Gesundheitswesen, insbesondere Pflegekräfte, können zum Beispiel auch in der Psychiatrie oder vergleichbaren Einrichtungen tätig werden. Hier hält der Gesetzgeber es für erforderlich, dass der Betreffende nicht selbst psychisch erkrankt ist. Allerdings geht es hier um tatsächliche psychische Leiden mit Krankheitswert und nicht um Stimmungsschwankungen, vorübergehende Krisen oder ähnliches. Bereits die Zulassung zur Ausbildung setzt voraus, dass das Ausbildungsziel erreichen werden kann, d.h. dass auch bei Beginn der Ausbildung die Voraussetzungen in persönlicher Hinsicht vorliegen müssen. Allgemeine Fragen, die diese Punkte berühren, sind bei Beginn der Ausbildung zulässig. Daher müssen sie auch wahrheitsgemäß beantwortet werden.

Kommen wir zu der Aussage, dass die Bewerber_innen keine ansteckenden Erkrankungen haben dürfen. Können Ärzt_innen dies für Menschen mit HIV unterschreiben?

Bei einer bestehenden HIV-Infektion fällt es Ärzt_innen häufig schwer, pauschal zu attestieren, dass ihr_e Patient_in „frei von ansteckenden Krankheiten“ ist, denn rein medizinisch betrachtet liegt ja eine Infektionskrankheit vor.

(Video) APS-Generalsekretär Prof. Dr. Reinhard Strametz: Das Second-Victim-Phänomen.

Eine solche Auskunft muss allerdings unter dem Blickwinkel des Arbeitsrechts und der ausgeübten oder angestrebten Tätigkeit gesehen werden. Die Fragestellenden möchten wissen, ob von den Auszubildenden ein Infektionsrisiko für Dritte ausgeht. Weitere Aspekte sind für die Ausbildung oder die Tätigkeit nicht relevant. Wird eine solche Frage im Zusammenhang mit einer Ausbildung gestellt, so dürfen Ärzt_innen zulässigerweise hinzudenken „frei von ansteckenden Krankheiten, die die Ausübung der Tätigkeit (oder die Ausbildung) wegen Risiken für Dritte ausschließen.“

Auszubildende der Krankenpflege üben im Rahmen ihrer Ausbildung keine Tätigkeiten aus, die zu den sogenannten verletzungsträchtigen Tätigkeiten gehören. Rechtlich ist es also für Ärzt_innen unbedenklich, wenn trotz Vorliegen einer HIV-Infektion ein Attest zu unterschreiben, das Freiheit von ansteckenden Krankheiten ausweist. Eine Strafbarkeit für Ärzt_innen scheidet per se aus. Ungeachtet der Frage, ob die Bescheinigung „richtig“ ist, setzt die Strafbarkeit voraus, dass ein solches Zeugnis über den Gesundheitszustand gegenüber Behörden oder einer Versicherung abgegeben wird (§ 278 StGB). Da dies bei Arbeitgeber_innen nicht der Fall ist, greift die Strafvorschrift nicht ein.

Auch eine zivilrechtliche Haftung der Mediziner_innen ist ebenfalls nicht denkbar. Zunächst setzt diese voraus, dass es zu einer Infektion eine_r Patient_in durch eine HIV-positive Pflegekraft gekommen ist. Schon dies ist bei realistischer Betrachtung auszuschließen. Außerdem fehlt es für die zivilrechtliche Haftung an der Kausalität zwischen Gesundheitszeugnis und Infektion. Entweder wäre es aufgrund eines Verstoßes gegen Hygienevorschriften zu einer HIV-Infektion gekommen oder es handelt sich um einen Unfall, d.h. ein nicht planbares, unvorhersehbares Ereignis. Beides steht mit dem Gesundheitszeugnis nicht in ursächlichen Zusammenhang. Das von Ärzt_innen ausgestellte Gesundheitszeugnis, das die HIV-Infektion nicht ausweist, wird nicht kausale Ursache für die Infektion eines Patienten sein. Auch sonstige Schadensersatzansprüche bestehen nicht. Arbeitgeber_innen haben gegenüber der ausstellenden Ärzt_in keinen Anspruch, da sie keinen wirtschaftlichen Schaden haben. Die Pflegekraft steht mit ihrer Arbeitskraft zur Verfügung.

Trotzdem haben viele Ärzt_innen Vorbehalte, solche pauschalen Atteste auszustellen, wenn eine HIV-Infektion bei den Betreffenden vorliegt. In diesem Fall kann von einem gegebenenfalls von Arbeitgeber_innen vorformulierten Formular abgewichen werden, Ärzt_innen können eine eigene von ihnen vertretbare Formulierung verwenden. Eine weitere Möglichkeit haben Betroffene, indem sie sich von dem für sie zuständigen Gesundheitsamt eine entsprechende Eignungsbescheinigung ausstellen lassen. Die Gesundheitsämter prüfen bei der ärztlichen Untersuchung zu Beginn der Ausbildung im Krankenpflegebereich in der Regel nicht, ob eine HIV-Infektion vorliegt oder nicht. Arbeitgebende vertrauen Bescheinigungen der Gesundheitsämter meist mehr als solchen durch die behandelnden Ärzt_innen. Wenn es trotzdem zu Problemen kommt, muss sich der Betreffende individuell beraten lassen.

Ist die Frage nach der HIV-Infektion nicht eine Diskriminierung, auch im juristischen Sinne nach allgemeinen Gleichbehandlungsgesetz?

Eine Relevanz für das Allgemeine Gleichbehandlungsgesetz kann nur entstehen, wenn eineInfektionskrankheit dauerhaft vorliegt, d.h. chronisch verläuft. Menschen mit HIV sind über das Merkmal der „Behinderung“ durch das AGG geschützt. Behinderung setzt einen dauerhaften Zustand voraus. Dies trifft auf die HIV-Infektion zu. Bezüglich anderer Infektionskrankheiten greift das AGG nicht. Dadurch wird die allgemein gehaltene Frage nach Infektionskrankheiten also nicht unzulässig. Allerdings besteht die Berechtigung, die HIV-Infektion nicht anzugeben, wenn sie für die Tätigkeit nicht relevant ist. Dies habe ich oben dargestellt. Wie gesagt, der Umgang mit der eigenen HIV-Infektion im Verhältnis zu Arbeitgebenden und deren entsprechenden Nachfragen ist nicht immer ganz leicht.

Insgesamt ist es mit Sicherheit sinnvoll, Arbeitgeber_innen im Gesundheitswesen darauf hinzuweisen, dass HIV bei Mitarbeitenden kein Ausschlussgrund für deren Beschäftigung ist. Es wäre natürlich wünschenswert, wenn gerade Arbeitgebende im Gesundheitswesen, die sich ja eigentlich auskennen müssten, hier eine sachorientierte Herangehensweise pflegen würden. In den Fällen, in denen das nicht so ist, macht es durchaus Sinn, mit Unterstützung der Aidshilfen Arbeitsgebende zu sensibilisieren.

(Video) FTKatV 2021 – Gesundheitssicherheit in Zeiten der Pandemie - Lessons learned and way ahead

Diagnosen gehen Arbeitgeber_innen ja bekanntlich nichts an und auch Betriebsärzt_innen unterliegen der Schweigepflicht. Es gibt Kliniken, die Arbeitnehmende in zusätzlichen Vereinbarungen zum Arbeitsvertrag unterschreiben lassen, dass sie Infektionserkrankungen Vorgesetzten und/oder der Klinikleitung mitteilen müssen. Wie schätzt Du dieses Vorgehen ein und was kann gegen solche Vereinbarungen unternommen werden?

Erst einmal ist es richtig, dass Betriebsärzt_innen der Schweigepflicht unterliegen. Krankheitsbezogene Informationen dürfen den Arbeitgebenden nicht mitgeteilt werden. Die Schweigepflicht ist nur insoweit eingeschränkt, als die Betriebsärzt_innen den Arbeitgebenden mitteilen können, ob die Mitarbeiter_in die Tätigkeit ausüben kann bzw. diese nur mit Einschränkungen ausführen kann. Dabei sind Betriebsärzt_innen an anerkannte medizinische Erkenntnisse gebunden und dürfen nicht eigene Einschätzungen oder Befürchtungen an deren Stelle setzen. Hier möchte ich einfügen, dass eine medikamentös gut eingestellte HIV-Infektion ohne andere Komplikationen keinerlei Einschränkungen, etwa wegen eines angeblich eingeschränkten Immunsystems, für die Berufsausübung in allen medizinischen Bereichen mit sich bringt.

Die oben angesprochenen Zusatzvereinbarungen, die eine eigene Mitteilungspflicht von Arbeitnehmenden gegenüber Arbeitgebenden begründen sollen, müssen zunächst richtig gelesen bzw. interpretiert werden. Mit solchen Vereinbarungen wollen Arbeitgebende sicherstellen, dass die Arbeitnehmer_innen bei Auftreten einer Infektionskrankheit während des Beschäftigungsverhältnisses diese auch dann mitteilt, wenn sie außerhalb einer Regeluntersuchung durch die Betriebsärzt_in auftritt.

Das Recht auf die Frage oder auf das „Nachmelden“ einer Infektionskrankheit besteht nur dann, wenn ein Risiko für andere Personen, Kolleg_innen oder Patient_innen, durch die regelmäßige Ausübung der Tätigkeit bestehen würde. Nur bei solchen Infektionskrankheiten haben Arbeitgebende Anspruch auf Kenntnis, weil sie auch verpflichtet sind, andere vor Infektionskrankheiten zu schützen. Bei einer ganzen Reihe von Infektionskrankheiten wird so eine Aufklärungspflicht zulässigerweise bestehen. Man denke nur an eine Salmonelleninfektion oder ähnliches. Entscheidend ist, ob ein Risiko für andere besteht. Bei HIV ist dies bis auf die bereits angesprochenen verletzungsträchtigen Tätigkeiten im chirurgischen Spezialfall nicht der Fall.

Wie sollen sich Menschen mit HIV verhalten, wenn sie eine solche Vereinbarung vorgelegt bekommen?

Wie eingangs dargestellt, kommt es grundsätzlich auf die ausgeübte Tätigkeit an. Wenn diese nicht mit Risiken für Dritte verbunden ist, können die Betreffenden eine solche Vereinbarung problemlos unterschreiben, obwohl sie HIV-positiv sind. Wird die HIV-Infektion im Verlauf des Beschäftigungsverhältnisses erst festgestellt, bestehen aber aufgrund der konkreten Tätigkeit unter keinem Gesichtspunkt Risiken für Patient_innen (oder Kolleg_innen), ist die Person auch dann nicht verpflichtet, die HIV-Infektion mitzuteilen. Dies gilt auch, wenn sie eine solche Zusatzvereinbarung unterschrieben hat.

Was soll man tun, wenn im gesundheitlichen Eignungsverfahren eine Schweigepflichtentbindung des Hausarztes dem Betriebsarzt gegenüber unterschrieben werden soll?

(Video) Online-BGM-Frühstückstreffen «Psychische Gesundheit im Setting Betrieb» vom 11. Juni 2020

Das ist tatsächlich eine knifflige Situation. Mit einer allgemein gehaltenen Schweigepflichtentbindungserklärung dürfen Betriebsärzt_innen nämlich sämtliche gesundheitlichen Umstände der Betreffenden bei den Hausärzt_innen abrufen. In der konkreten Situation ist es gerade im Bewerbungsverfahren schwierig, den Wunsch nach einer solchen Schweigepflichtentbindungserklärung abzulehnen, da Mitarbeitende meist nicht den Eindruck erwecken möchte, dass sie etwas zu verbergen hätten. Allerdings haben Betriebsärzt_innen grundsätzlich keinen Anspruch hierauf, denn sie müssen die für das Beschäftigungsverhältnis relevanten medizinischen Feststellungen grundsätzlich selbst treffen, d.h. ohne Hilfe von außen. Das Abfragen von medizinischen Informationen bei Hausärzt_innen dient lediglich der Arbeitserleichterung.

Für den Umgang mit dem Wunsch nach einer Schweigepflichtentbindungserklärung gibt es verschiedene Möglichkeiten:

Zunächst kann man eine solche Erklärung natürlich abgeben. Informationen, die Hausärzt_innen dann den Betriebsärzt_innen zukommen lassen, unterliegen wiederum der Verschwiegenheitspflicht. An die Arbeitgebenden gehen sie nicht. Auf die Verschwiegenheit der Betriebsärzt_innen dürfen Mitarbeitende auch vertrauen. Gegebenenfalls bietet sich bei diesem Vorgehen an, die Betriebsärzt_innen noch einmal ausdrücklich auf die Verschwiegenheitspflicht gegenüber den Arbeitgebenden hinzuweisen.

Andererseits sind die Mitarbeiter_innen nicht verpflichtet, eine solche Schweigepflichtentbindungserklärung zu unterschreiben. Wenn sie das nicht möchten, ließe sich das auch gut mit dem Hinweis begründen, dass eine solche umfassende oder allgemeine Schweigepflichtentbindung zu weit reicht, als sie für das Arbeitsverhältnis erforderlich wäre. Aus der Weigerung, eine solche Schweigepflichtentbindungserklärung abzugeben, dürfen Betriebsärzt_innen keine Schlüsse ziehen. Sie dürfen insbesondere nicht daraus schließen, dass Betreffende für die Stelle aus gesundheitlichen Gründen nicht geeignet sind. In dieser Variante müssen die Betriebsärzt_innen eben die für die Stelle relevanten medizinischen Feststellungen durch eigene Untersuchungen treffen.

Eine weitere Möglichkeit ist, entweder eine eigene Schweigepflichtentbindungserklärung zu formulieren oder eine vorformulierte etwa durch einen handschriftlichen Zusatz zu ergänzen. In den Zusatz könnte man die Entbindung von der Schweigepflicht einschränken. Dies könnte man zum Beispiel durch die Formulierung erreichen: „die Schweigepflichtentbindung gilt nur in dem Umfang, in dem die konkrete medizinische Information für die Beurteilung der Eignung für die auszuübende oder ausgeübte Tätigkeit erforderlich ist.“ Insgesamt sollten alle Betroffenen im Auge behalten, dass eine einmal erklärte Schweigepflichtentbindung nicht für immer und ewig gelten muss. Sie kann jederzeit einseitig durch die betreffenden Patient_innen widerrufen oder eingeschränkt werden.

Im Verhältnis zu Arbeitgebenden, und das gilt auch für solche im Gesundheitsbereich, sollte man aus meiner Sicht versuchen, die anstehenden Fragen und Probleme nicht immer durch die Brille „HIV“ zu sehen. Während man selbst aufgrund der eigenen HIV-Infektion gedanklich hierauf immer einen Fokus hat, ist dies für Arbeitgebende erst einmal gar nicht relevant. Arbeitgebende oder auch eine dazwischen geschaltete Betriebsärzt_in geht erst einmal von jemanden aus, der „gesund“ und ganz normal arbeitsfähig ist. Meist wird sie gar nicht an HIV denken. Ihr ist nur daran gelegen, Risiken abschätzen und soweit als möglich ausschließen zu können.

Da HIV bis auf ganz wenige Bereiche auch für Tätigkeiten im Gesundheitswesen nicht relevant ist, darf man es so behandeln, wie alle anderen persönlichen Umstände, die die Arbeitgeber_innen nichts angehen. In den wenigen Grenzfällen, wenn man sich unsicher ist, ob die Tätigkeit mit Infektionsrisiken verbunden sein kann, sollte man Rat einholen. Hier wären die ersten Ansprechpartner_innen die behandelnden HIV-Ärzt_innen. Für Tätigkeiten im Gesundheitswesen bei Vorliegen einer HIV- bzw. HCV-Infektion haben die virologischen Fachverbände Empfehlungen veröffentlicht. Diese Empfehlungen geben bereits eine ganze Reihe von hilfreichen Informationen.

(Video) BGW forum 2021: BGW-Angebote für Lehrkräfte / Nachwuchskräfte gewinnen in Pflegefachberufen

Lieber Jacob, ganz herzlichen Dank für das Interview.

Bei Diskriminierung kannst Du Dich an die Kontaktstelle der Deutschen Aidshilfe gegendiskriminierung@dah.aidshilfe.de oder an Deine regionale Aidshilfe wenden.

Ein betroffener Chirurg plädiert für einen differenzierenden Umgang mit der HIV-Infektion. Er selbst scheiterte mit seinen Bemühungen, weiterhin ärztlich tätig sein zu können. Darf ein Chirurg weiterhin operieren, wenn er HIV-positiv ist? Wie weit...

Können sich Betroffene auf legalem Weg vor Diskriminierung schützen?. Die Eidgenössische Kommission für Aids-Fragen (EKAF) hatte 2008 in der „Schweizerischen Ärztezeitung“ einen Artikel veröffentlicht, in dem weltweit zum ersten Mal dargelegt wurde, dass HIV-positive Menschen mit sehr geringer Viruslast nicht infektiös seien ( 2 ).. Ich stellte mir vor, meine Viruslast binnen sechs Monaten unter die Nachweisgrenze zu bringen, um dann, wenn ich nicht mehr infektiös sein würde, wieder operativ tätig sein zu können.. Auch operativ tätige Ärzte mit einer HIV-Infektion werden theoretisch durch das Gesetz vor Entlassung oder OP-Verbot geschützt: Geregelt ist zum Beispiel, dass auch Chirurgen vor Einstellung nicht nach HIV gefragt werden dürfen und dass sie in vollem Umfang ärztlich tätig sein können.. Immerhin war aus meiner Sicht ein Rechtsverstoß der Klinik offenbar und meine „Gefahrlosigkeit“ durch eine erfolgreiche Therapie binnen eines halben Jahres so gut wie sicher.. In Vorbereitung auf die Niederlassung führte ich drei wichtige Gespräche, eines mit dem Wirtschaftsberater des Marburger Bundes, ein weiteres mit der Bank und ein drittes mit einem Fachanwalt für Arbeitsrecht.. Keine Finanzierung der Niederlassung. Dass dieses Risiko weit unterhalb des Promillebereichs liegt und dass es in Deutschland noch keinen einzigen Fall einer HIV-Infektion von Arzt zu Patient gegeben hat ( 4 ), ist hierbei nicht maßgeblich.. Auch hier wird nicht etwa nach der den wirklichen Krankheitswert definierenden Viruslast oder der Zahl der T-Helfer-Zellen gefragt, sondern nach dem Antikörperstatus – also nach der per se nicht krankeitswertigen Seronarbe, die mich lebenslang begleiten wird – ganz egal, wie gesund ich wirklich bin.. Ich gab meinen Beruf als Arzt auf und bin heute als Berater tätig.

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Die Antwort auf die Frage „HIV-positiv, was nun?“ und die notwendigen Veränderungen werden einfacher für Sie, wenn Sie sich einer Selbsthilfegruppe anschließen, in der Sie Menschen finden, die aufgrund der gemeinsamen Erkrankung in derselben Lebenssituation sind wie Sie und dieselben Probleme und Herausforderungen meistern müssen.. Darüber hinaus gibt es Menschen, mit denen Sie eng verbunden sind, Zum Beispiel ein Partner oder eine Partnerin, vielleicht eine Familie und ein Kind, Eltern und Freunde.. Durch die Erklärung, dass HIV heutzutage eine gut behandelbare Infektion und ein langes Leben mit HIV möglich ist, können Sie die Zweifel und Ängste Ihrer Familie und Freunde bezüglich dieser chronischen Infektion und der lebensbedrohlichen Immunschwäche AIDS zu großen Teilen auflösen.. ist eine wichtige Frage für Menschen, die mit HIV infiziert sind, auf die Sie hier eine Antwort erhalten.. Kommt aufgrund der Symptome eine HIV-Infektion in Betracht und sollen auf Wunsch des Patienten die Ursachen für die Beschwerden abgeklärt werden, erklären Sie sich als Patient stillschweigend mit einem HIV-Test einverstanden, wenn Sie nicht bei der Besprechung der verschiedenen Diagnosemaßnahmen widersprechen.. Wie mit bestehender HIV-Infektion bei einem Kinderwunsch eine Schwangerschaft möglich ist, ohne ein HIV-Risiko für den Partner zu haben, hängt davon ab, ob beide Partner HIV-positiv sind oder ob nur einer in der Partnerschaft mit HIV infiziert ist.. Falls keine HIV-Therapie eingenommen oder diese (noch) nicht erfolgreich ist, gibt es unterschiedliche Möglichkeiten, „sicher“ schwanger zu werden: Ist die Partnerin HIV-positiv, gibt es zwei Möglichkeiten der Befruchtung In Betracht kommen entweder eine künstliche Befruchtung oder die Selbstinsemination.

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HIV positiv sein, bedeutet vor allem, dass man sein ganzes Leben neu ordnen und planen muss, dass sich viele Einsichten ergeben und der Patient von einer Sekunde auf die andere in eine neue Lebensphase eintritt.. Es gibt aber auch Menschen, die Vorbilder dafür sind, dass man auch anders mit einer HIV Infektion umgehen kann: aktiv und offensiv!. Es gibt viele Faktoren, die sich für einen HIV Positiven verändern.. Anhand des obigen Beispiels sollte aber erkennbar sein, dass diese Faktoren – so unterschiedlich sie auch sein mögen – immer so auf einen wirken, wie man sich selbst mit der Diagnose HIV positiv konfrontiert hat und wie man die persönliche Philosophie, aber auch seine Lebensziele der Diagnose anpasst.. HIV positive Menschen müssen natürlich auch wegen nicht lebensbedrohlichen Dingen zum Arzt.. Für HIV Positive sind Freundschaften wie auch für nicht infizierte Menschen äußerst wichtig.

Geschätzt rund 5000 Mitarbeiter im Gesundheitswesen in Deutschland sind HIV-positiv. Alle – auch Operateure – können in der Regel unproblematisch am Patienten tätig sein, betont HIV-Experte Dr. Jens Jarke im Interview.

„Die Angst vor der Infektion sitzt tief; doch wir müssen das alte Bild des ‚gefährlichen HIV‘ vergessen“, bestätigt Dr. Jens Jarke , HIV-Experte aus Hamburg, der in München einen Workshop zur arbeitsmedizinischen und betriebsärztlichen Praxis im Umgang mit diesen Mitarbeitern leitete.. Medscape Deutschland: Die Deutsche Vereinigung zur Bekämpfung der Viruskrankheiten (DVV) und die Gesellschaft für Virologie (GfV) haben im Jahr 2012 „Empfehlungen zur Prävention der nosokomialen Übertragung von HIV durch HIV-positive Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter im Gesundheitswesen“ im Bundesgesundheitsblatt veröffentlicht.. Dr. Jens Jarke: Die aktuellen Empfehlungen sind eindeutig: Wer nicht operativ, invasiv an Patienten tätig ist – unabhängig ob seine HIV-Infektion behandelt oder nicht behandelt ist, und unabhängig, welche Viruslast er hat – bei dem besteht keine Übertragungsgefahr.. Und das ist, was ich von Kollegen aus HIV-Ambulanzen und Kliniken höre, bei über 80 oder sogar 90% der Betroffenen der Fall.. Wird er trotzdem gemacht und ist dann positiv, darf dies der durchführende Arzt dem Arbeitgeber gegenüber nicht offenbaren.. Selbst wenn der Bewerber ihn von der Schweigepflicht entbinden ließe, würde dies die gesetzliche Regelung nicht außer Kraft setzen.. Der untersuchende Arzt gab daraufhin an den Arbeitgeber die Rückmeldung: „eingeschränkt geeignet, unter bestimmten Auflagen“ und hat dann auf den Katalog der im Bundesgesundheitsblatt veröffentlichten Empfehlungen verwiesen.. Medscape Deutschland : Mit den „Einschränkungen“ ist gemeint, dass nach diesen Empfehlungen „Tätigkeiten mit erhöhter Übertragungsgefahr“, vor allem Eingriffe mit hohem Eigenverletzungsrisiko des Operateurs, nicht von Infizierten vorgenommen werden sollten, deren Viruslast länger als 14 Tage über 50 Kopien/ml liegt.. Dies dergestalt, dass er regelmäßig die Viruslast kontrolliert und dass er bei einem Anstieg dies innerhalb von 14 Tagen nachkontrollieren lässt.. Auch lassen die Empfehlungen offen, wer im Einzelnen verantwortlich ist, etwa für den mit Einverständnis des betroffenen infizierten Mitarbeiters aufzustellenden Notfall- und Hygieneplan.. Und wer soll die geforderte „umfassende Information und Beratung der exponierten Person durch einen in der HIV-Therapie erfahrenen Arzt unter Berücksichtigung der besonderen psychischen Krisensituation“ übernehmen?. Es bleibt offen, ob das auch der Betriebsarzt sein soll – der muss in solchen Situationen ja nicht erfahren sein ... da sind eher HIV-Spezialisten gefragt.. Wenn ein Betroffener seine Infektion nicht offenbart, muss er ja trotzdem sicherstellen, dass in seinem Haus die entsprechenden Medikamente zur Postexpositionsprophylaxe vorgehalten werden oder diese innerhalb von 2 Stunden zugänglich sind und dass es einen Arzt gibt, der – auch nachts und am Wochenende – eine solche Beratung machen könnte.. Dr. Jens Jarke: Ich würde Betriebsärzten empfehlen, den Zugang zu den entsprechenden Medikamenten und zu im Umgang mit HIV erfahrenen Kollegen zumindest über das nächstgrößere Referenzkrankenhaus zu organisieren, wo all dies rasch erreichbar ist.

<span style="font-family: Times New Roman, serif;"><span style="font-size: medium;">Immer wieder wird Matthias Schlenzka, Leiter der Abteilung Öffentlicher Dienst beim DGB Berlin-Brandenburg, gefragt, ob Menschen mit HIV im Öffentlichen Dienst arbeiten könnten. Seine Antwort ist klar.</span></span>

der Bewerberin muss der Arbeitgebende eine Prognose der Dienstfähigkeit in Bezug auf die künftige Tätigkeit bis zur Pensionszeit erstellen.. Ein_e Bewerber_in darf nur dann nicht verbeamtet werden, wenn es zum einen überwiegend wahrscheinlich ist, dass sie vor der Pensionszeit krankheitsbeding dienstunfähig wird, oder zum anderen, wenn wegen einer chronischen Erkrankung erhebliche Ausfallzeiten zu erwarten sind.. Leider ist die Praxis vielschichtiger, vor allem wegen des Verfahrens, mit dem die gesundheitliche Eignung festgestellt wird.. Ein Problem ist, dass sich die „neuen“ medizinischen Erkenntnisse in Bezug auf HIV und den Krankheitsverlauf noch nicht bei allen Ärzt_innen rumgesprochen haben.. Selbst wenn nicht mehr explizit nach HIV gefragt wird, lassen viele Gesundheitsfragen Rückschlüsse zu, die für die auszuübende Tätigkeit nicht relevant sind.. Sollte der HIV-Status bei der Einstellung bekannt werden und daraufhin eine Ablehnung der Bewerbung ergehen, kann diese Entscheidung vor dem Verwaltungsgericht angefochten werden.. Dass dies erfolgreich möglich ist, zeigt die Klage eines Polizeianwärters in Niedersachsen , dessen Bewerbung bei der Polizei wegen seiner HIV-Infektion pauschal abgelehnt wurde.

Als HIV-Pfleger berät man tagtäglich Menschen mit HIV und kennt die ganzen Infos aus den Hochglanzbroschüren auswendig. Aber was passiert, wenn sich so ein Profi selbst mit HIV infiziert? Was bedeutet das für seine Glaubwürdigkeit und die Entscheidungen, die er in seinem Job trifft? Vor diesen Fragen stand Loek Elsenburg, HIV-Pfleger am VU University Medical […]

„Das war nicht der richtige Platz für mich. Das war eine dieser Positionen am Grünen Tisch, wo man Entscheidungen fällt, deren Auswirkungen auf die Leute man nie wirklich zu sehen bekommt.“ Damals sprach Loek zufällig mit einem der HIV-Pfleger des Krankenhauses und erwähnte, dass er in Rotterdam auch mal als HIV-Buddy tätig war.. Loek wurde gefragte, ob er eine Zeit lang eine der Beratungsschichten übernehmen wolle, und kurze Zeit später war er selbst HIV-Pfleger auf einer Vollzeitstelle.. Eine Frage müssen sich Menschen mit HIV immer wieder stellen: Soll ich „es“ anderen sagen oder lieber für mich behalten?. Insbesondere heterosexuelle Männer mit HIV fühlen sich in der Folge dann oft einsam.. Auch im Gesundheitswesen ist HIV oft noch ein Tabu (Foto: Henri Blommers). Er hatte mehrere Termine bei seinem Hausarzt, war dort aber nicht immer völlig offen, wie er zugibt.. „Ich kenne das von meinen Patienten und erlebe das auch bei meinen Kontakten in der Szene: die Fähigkeit, etwas nicht an sich heranzulassen, die Tendenz, den Kopf in den Sand zu stecken, um nicht zuzugeben, dass du Risiken eingegangen bist, obwohl du das genau weißt.“ Schließlich sprach einer von Loeks Kollegen ihn an, ob er nicht selbst mal einen Test machen sollte.. Dennoch war etwas anders, und das hatte viel mit seinen Patienten zu tun.. „In gewisser Hinsicht war alles wie vorher, aber ich fühlte mich immer unwohler dabei, wenn mir die Patienten ihre innersten Gedanken und Sorgen anvertrauten.. Man will ja nicht, dass Patienten, die sehr manipulativ sein können, diese Information missbrauchen.. Und natürlich will man auch nicht, dass eine Beratungssitzung plötzlich zu so etwas wie einer Selbsthilfegruppe wird.. Und ich kann ihnen dann von meinen eigenen Ängsten und Zweifeln erzählen, aber auch von den Entscheidungen, die ich getroffen habe, und die sich alle als gut herausgestellt haben.. Und wenn ich erzähle, dass auch ich meinem Hausarzt nicht alles erzählen konnte und wie ich mich geschämt habe, dann scheinen sie sich leichter öffnen zu können.“

Wie steckt man sich mit AIDS an? Wie sieht ein Leben mit HIV aus? Was bedeutet es, HIV-positiv zu sein? Antworten auf AOK vigozone.

Wie haben sie sich angesteckt?. Tim : Das war bei mir anders.. Maria : Ich hatte damals zwar Freunde, die mir helfen wollten, aber ich habe mich komplett zurückgezogen, weil ich nur noch aus Angst bestand.. Meine Eltern haben mich dann mehr oder weniger rausgeschmissen.. Er ist auch HIV-positiv?Tim : Ja, anstecken kann ich ihn nicht.. Mein Arzt hat uns zwar empfohlen, trotzdem Kondome zu benutzen, weil es so unterschiedliche Virentypen gibt, aber wenn mal eines platzt, geraten wir natürlich nicht in Panik.. Tim : Das ist bei mir genauso.. Als ich noch gesund war, hätte ich das schlimm gefunden, jetzt ist es mir egal.. Was würde das bedeuten?Maria : Ich müsste dann andere Medikamente nehmen, die vielleicht mehr Nebenwirkungen haben.. Man gewöhnt sich an den Gedanken, dass da dieses Virus ist.. Ich bin zwar HIV-positiv, aber die Krankheit wird schon nicht ausbrechen.. Maria : Also ich würde nicht sagen, dass ich die Angst verdränge, aber man lernt, mit ihr zu leben.. Mein Leben ist vorbei!“ Dann renne ich zum Arzt, der mir sagt, es sei alles in Ordnung und die Zahl der Viren immer noch gering.

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Am größten ist das HIV-Ansteckungsrisiko, wenn infektiöse Körperflüssigkeiten mit Schleimhäuten oder mit Wunden in Berührung kommen, wie das beispielsweise bei ungeschütztem sexuellem Kontakt mit einem infizierten Partner der Fall ist.. Sind die Schleimhäute entzündet, steigt die Ansteckungsgefahr, da die Viren leichter in den Körper eindringen.. Eine mit HIV infizierte Schwangere kann das HI-Virus auf das Neugeborene vor oder während der Geburt und auch beim Stillen übertragen.. Allerdings ist es wichtig, dass sich Mann und Frau vor oder spätestens zu Beginn einer Schwangerschaft auf HIV testen lassen, damit rechtzeitig eine HIV-Therapie begonnen werden kann.. Befinden sich besonders viele Viren im Blut und in den Körperflüssigkeiten, ist das HIV-Ansteckungsrisiko besonders hoch.. Das ist insbesondere direkt nach einer HIV-Infektion der Fall, da sich das HI-Virus in der Anfangsphase stark vermehrt.. Ist die Wahrscheinlichkeit hoch, dass es zu einer Infizierung mit dem HI-Virus aufgrund von ungeschütztem Geschlechtsverkehr oder nach einer Verletzung mit einem kontaminierten Instrument gekommen ist, kann es sinnvoll sein, eine Postexpositionsprophylaxe (PEP) durchzuführen.

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Umgang mit HIV und AIDS – womit Betroffene zu kämpfen haben. HIV & AIDS in der sozialen Medizin. 3.1.. So sehr HIV und AIDS als Begriffe auch eine geraume Zeit in jeder Munde waren, geriet diese Thematik im Laufe der Jahre langsam immer mehr in den Hintergrund.. Es wird Aufklärung geleistet – doch dies ist bei Weitem nicht alles, womit sich die soziale Arbeit und soziale Medizin in Sachen HIV auseinandersetzen muss.. Im ersten Teil soll nun auf die Themen HIV und AIDS genauer eingegangen und auch die belastende Situation für mittelbar und unmittelbar Betroffene aufgezeigt werden.. Im nächsten Teil wird sich der sozialen Medizin und ihren Aufgaben gewidmet.. Wie bereits angemerkt soll ebenso verdeutlicht werden, dass auf die soziale Medizin durch andere Punkte wie etwa den globalen Wandel zusätzliche Herausforderungen zukommen bzw.. Dabei wird das das HIV zu den Retroviren gezählt und an sich richtet dieser Virus noch keinen wirklichen Schaden an.. SIV ist der Terminus für die ‚Affen-Variante‘ des HI-Virus.. So griff dieser Virus vom Affen auf den Menschenaffen und so auf den Menschen über.. Wie allerdings die Übertragung auf den Menschen möglich war, ist nach wie vor ungeklärt.. Die Forschung belässt den Stand der Dinge natürlich nicht dabei, es wird nach wie geforscht und weitere Produkte befinden sich in der Entwicklung (Chance, Stand der medzinischen Forschung).. Das Ziel dieser Forschungen ist zum einen die Beantwortung der Frage, ob das Immunsystem entsprechend angeregt werden kann und andererseits auch die Belastung durch und mit Viren im menschlichen Körper gesenkt werden kann.

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Diese vernichten zwar über viele Jahre hinweg eine große Anzahl von Viren, allerdings schaffen sie es nicht HIV gänzlich zu zerstören und aus dem Körper zu entfernen.. Vor allem beim Analverkehr ist das Risiko besonders hoch, denn die empfindliche Darmschleimhaut kann schon bei kleinsten Verletzungen das Virus in den Körper des anderen transportieren.. Auch bei einer Geburt ist eine HIV-Infektion möglich.. Wichtig: Direkt nach der Ansteckung mit dem Virus kann dies auf andere übertragen werden, auch, wenn die Symptome erst zwei Monate nach einer Infektion auftreten.. Diese letzte Phase der HIV-Infektion bezeichnet man als AIDS .. Hat der Körper nun Antikörper gegen HI-Viren produziert, kommt es zu einer Verbindung mit HIV-Proteinen und somit zu einer Verfärbung des Reagenzes.. Im Falle einer HIV-Infektion hat der Körper Antikörper gegen HIV produziert und es kommt zu Verbindungen mit den HIV-Proteinen.. 67 000 Menschen [25] mit einer. Zunächst ist für viele HIV gleich AIDS und damit gleich Tod, bevor sie erfahren, dass sie Dank der heutigen Medizin noch viele Jahre leben können.. 4.1.1 Ziel Um den Wissenstand über HIV/AIDS und den Umgang bzw.. Der Aufbau ist absichtlich so gestaltet, dass die Fragen von „außen“ immer mehr nach „innen“ gerichtet sind, d.h. während am Anfang noch Aussagen über die Öffentlichkeit und das Umfeld getroffen werden sollen, geht es gegen Ende des Fragebogens auf die persönliche Ebene des Befragten.. Umfrage – Fragebogen (Anhang E.1). Umfrage – Lösung der Fragen aus Teil 1 (Anhang E.2)

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Author: Madonna Wisozk

Last Updated: 09/15/2022

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Name: Madonna Wisozk

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